Alpenrauschen 2017

Am Mittwoch den 7. Juni war es endlich soweit. Nach einer langen Auszeit bedingt durch Umzug, unsere wunderschöne Europareise und einigen Dingen mehr ging es mal wieder auf ein Skateevent.

Nachdem Alex Dehmel und Justin um 11 Uhr in Aschaffenburg ankamen ging es sofort mit richtig guter Laune auf die A3 in Richtung Süden um nach 10 min in einer Vollsperrung zu stehen, die jedoch Gottseidank nach 30 Minuten aufgehoben wurde. Danach hatten wir freie Bahn bis zur Schranke an der Tauplitz Straße. Gegen ein kleines Entgelt ging die Schranke auf und ein paar Minuten später wurden wir bei strömendem Regen von der BIGMOUNTAINSKATE-Crew am Parkplatz  in Empfang genommen. Anschließend machten wir uns auf die Suche nach bekannten Gesichtern und einem kalten Bier. Da wir fündig wurden ließen wir den Abend entspannt ausklingen und freuten uns schon mega auf den nächsten Tag.

Die ganze Nacht kamen gefühlt Leute an, dementsprechend war das Wiedersehen beim Frühstück groß. Die erste wirkliche Überraschung war allerdings der legendäre grüne schweizer Skate-Bus, der auf einmal vor meiner Nase stand, als ich das Hotel mit meinem Kaffee verließ. Nachdem sich alle begrüßt hatten ging es wie die letzten Jahre auch um Punkt 11 Uhr los mit der ersten Abfahrt bei blauem Himmel und Sonnenschein.

Da ich die Strecke ja schon von vor zwei Jahren kannte fuhr ich entspannt los und wurde nach dem Tunnel beim ansliden auf die erste links Kurve daran erinnert, wie verdammt rutschig die Gasse ist. Daraufhin slidete ich alle weiteren Kurven, nachdem ich die links gerade noch so bekommen hatte, gefühlt 10 Meter zu früh an und dann lief es. Nachdem der Flow so langsam wieder kam und sich so langsam die Gruppen bildeten mit denen man skatet, so wie es halt immer ist, holte ich für einen Run meinen Foto, um, so der Plan, während der Fahrt Fotos zu machen. Ich startete mit den liegend-Fahrern und ließ mich langsam durchreichen, was am Anfang auch gut lief. Nur dann wurden die Abstände zwischen den Gruppen zu groß, so dass ich fast immer auf Null abbremsen mußte damit wieder Leute von hinten kommen konnten, was zur Folge hatte dass meine Bremssohle vor allem auf den Geraden geradezu schmolz.

Aber das war halb so schlimm, da es eh der letzte Run an dem Tag sein sollte. Um 6 Uhr gab es das wohlverdiente Abendessen und Bierchen. Anschließend liefen Sabine, Andi und ich noch zur Gipfelstation auf 1800m, da wir feststellten, dass keiner von uns in den letzten Jahren da oben war. Ich muß sagen der Aufstieg lohnt! Die Aussicht ist der Hammer!

Danach gab es noch ein par Bierchen und dann war auch der erste Tag schon rum. Der nächste Tag startete so wie der letzte aufgehört hatte: mit Traumwetter, was ja auch perfekt zum Hawaii Freitag passte.

Wie schon geschrieben, die Gruppen hatten sich am Tag vorher schon gefunden und so skatete ich den ganzen Tag mit den Jungs von Graveyard, Footjob Productions und natürlich Marvin, der sich wie am Tag zuvor (und es sollte bis zum Schluss so bleiben) nicht zwischen dem Hackbrett “Wasser” und dem neuen “Schnellen Größe M” entscheiden konnte. Was denke ich viele nachvollziehen können.

Auf alle Fälle kam bei allen so langsam die Routine wieder und dementsprechend wurde es immer tighter!

Um halb 6 war wieder Ende und nachdem alle gegessen und sich an der Minirampe vom anstrengenden Tag ausgeruht hatten legte ab 22 Uhr, wie soll es an einem Hawaiihemd Freitag auch anders sein, Flo auf und heizte der Meute bis früh in die Morgenstunden ordentlich ein.

Der Samstag startete nass, was die meisten aber nach der Party nicht sonderlich störte und nach drei Runs auf gekürzter Strecke war auch schon wieder alles trocken und die Leute konnten sich wieder richtig einschenken. Wobei ich nach drei Tagen Skaten meine Beine schon ziemlich merkte und ein wenig Tempo rausnahm, aber ich glaube damit war ich nicht alleine.

Das Wetter entwickelte sich gegen jede Vorhersage noch prächtig, sodass nach dem Essen noch ein spontaner Minirampen-Contest startete. Alex, Sabine und ich nutzten die Gelegenheit um Stuff von Madrid und Venom, den Alex mal kurzerhand aus dem grünen Bus zauberte, auf dem Dach sitzend an die Skater zu verteilen.

Und so waren wir schon beim letzten Tag. Nachdem wir das Auto abfahrbereit gemacht hatten begaben wir uns ein letztes Mal Richtung Start, um noch ein paar Abfahrten zu genießen. Wir hatten geplant nach 4 bis 5 Runs abzuhauen, um nicht zu spät daheim anzukommen. Da aber der schwindenden Kraft zur Folge eh verfrüht abgebrochen wurde, da sich die Leute reihenweise lang machten oder umgemäht wurden,

verpassten wir doch keinen einzigen Run und fuhren nach der großen Verabschiedungsrunde gemütlich nach Hause, wo wir dann auch um 11 Uhr ankamen.

Bleibt mir nur noch zu sagen: Danke an alle die dieses fette Wochenende zu dem gemacht haben was es war – nämlich der Wahnsinn!! Vor allem natürlich danke an die bigmountain-Crew!

Fotos: CK Photography, Pablo Quiles, Lukas Meier, DariaBondPhoto und Ich

Hackbrett Gun 2.0 // Shapers Note

English version below

Ach ja, richtig, Hackbrett wird 15 Jahre alt. Was geht denn so bei den Freiburger Brettlesbauer, was gibt es neues? Wir haben für euch dieses Jahr einiges in der Pipeline, seid gespannt!

Die Gun in der Version 1.0 hat mich von den 15 Jahren Hackbrett 10 Jahre lang begleitet und ist das Brett mit dem ich die meisten Downhill Kilometer zusammengefahren habe. Es ist mein erstes WNT Brett mit hohlgefrästem Kern und wiegt fertig aufgebaut nur 3,9 Kilo. Mit Downhill ist bei diesem Brett auch wirklich Downhill gemeint, allerdings mit einem etwas anderen Ansatz. Während Raceboards auf maximale Effizienz getrimmt sind ist die Gun auf maximalen Flow ausgelegt.

Was flowt mehr in der Version 2.0 im vergleich zur ersten Gun? Version 1.0 war in der Längsachse topfeben und hatte ein einfaches Concave aus zwei ineinanderverschachtelte Ellipsen, was in der Semmel immer noch zum Einsatz kommt. Version 2.0 hat einen durchgehenden Rocker bekommen für mehr Laufruhe. Gleichzeitig sind die Achsaufnahmen vorne und hinten auf wendig angewinkelt, was dem Brett sehr viel Lebendigkeit verleiht. Die bewährten Gaspedale vom Wasser 5.0 wurden in der Position übernommen und erhöht für maximalen Kantendruck. Hinten gibts ein leichtes W-Concave. Im Klartext heisst das: bringt man kein Gewicht auf die Rails läuft die Planke wie auf Schienen, legt man sich sanft in die Kurve folgt einem das Brett und bringt man Druck auf die Rails gehts zackig um die Ecke. Eigentlich wie bei jedem guten Raceboard. Nur etwas anders…

Gefühlt unter meinen Füßen sind 10 Jahre Entwicklung deutlich spürbar und das Fahrverhalten der neuen Gun ist ein Quantensprung im vergleich zu meiner alten Keule. Dennoch ist es eine reinrassige Gun die genauso flowt, nur viel verspielter. Standies mit der alten Kiste waren jedes Mal ein Akt vollster Überzeugung, die neue lädt fröhlich dazu ein. Noch ein paar kleine Änderungen hier und da und schupps geht die gute Gun endlich in Serie

Das Brett wird es standardmäßig in WNT Flex I und II geben. Klassisch schwarz und orange. Auf Anfrage natürlich auch in unserem 15 Jahre Special Furnier solange verfügbar

Hack

 

 


 

Ah yes, Hackbrett is 15 years old. So whats up with the Freiburg-based board builders, whats new? We have a lot in the pipeline for you this year, be excited!

The Gun version 1.0 has accompanied me for 10 of the 15 years of Hackbrett and is the board with which I rode the most downhill kilometres. It is my first WNT board with a hollow core and weights only 3.9kg, complete. And by downhill, with this board it really means downhill, though with a somewhat different approach. While race boards are trimmed to maximum efficiency, the Gun is designed for maximum flow.

What flows more in version 2.0 compared to the original Gun? Version 1.0 was flat in the long axis – no rocker or camber – and had a simple concave from two nested ellipses that still lives on in the current Semmel. Version 2.0 has a rocker throughout the whole board for a calmer ride. At the same time, the front and rear trucks are angled to give the board more liveliness. The tried and tested pockets and gas pedals from the Wasser have been enlarged somewhat for maximum pressure on the rails. At the back there is a light W-concave. In plain text this all means: with no weight on the rails, the plank rolls like its on train tracks. Lean delicately into the corner and the board naturally follows. Put weight onto the rails and snap, its under your feet, diving through the turn. Actually, like any good race board. Just something different…

The feeling under my feet was of a very noticeable 10 years of development, and the ride of the new Gun is a quantum leap in comparison to my old friend. Still, it is a pure blooded Gun that flows just as much, now with added playfulness. Standies with the old one were always an act of full conviction, the new one cheerfully invites you along for the slide. A few small changes here and there and the Gun will be finally back in the lineup.

The Gun will be available as standard in WNT flex I and II. Classic black and orange. On request naturally available also in our special 15 year veneer while stocks last.

Hack