Landyachtz Outlet // Hackbrett Fabrikverkauf

Landyachtz Maple Freedom Series im Test

In Freiburg fangen die Magnolien bereits an zu blühen. Ein klares Zeichen, dass der Frühling nicht mehr lange auf sich warten lässt.

Was ist neu 2016, gibt es revolutionäre Veränderungen im Longboardmarkt? Wir haben auf jeden Fall eine feine Auswahl an Produkten für 2016 am Start. Auch in unserer Ladenstruktur konnten wir über den Winter einiges verbessern um euch einen noch besseren Service bieten zu können. Wir freuen uns auf jeden Fall auf die ersten warmen Tage! So wie heute. Ich hab mir mal die neue Maple Freedom Series von Landyachtz geschnappt und ne Runde gedreht. Im Einsteigersegment absolut heiß!

Landyachtz Maple Freedom Series

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Mit 159€ für die Topmount Bretter Chief Feather, Chief Floral und Ripper Tropical und 179€ fürs Drop Through Brett Drop Hammer Cardinal kommt Landyachtz dieses Jahr mit einer Kampfansage angepusht. Landyachtz ist für hochwertige Bretter bekannt und hat sich bisher nie ganz ins günstig Preissegment gewagt. Die Kanadier haben einen hohen Anspruch an Qualität und das ist gut so. Was mich in erster Linie interessiert hat war ob der Qualitätsanspruch den günstigen Preisen weichen musste und dem ist ganz klar nicht so. Für günstiges Geld bekommt man bei der Maple Freedom Series jede Menge Brett!

In erter Linie liegt das aber an den verbauten Komponenten und nicht am Brett. Die Completes kommen momentan allesamt mit der 4. Generation der bewährten Bear Grizzly Achse. Die ist zwar nicht mehr ganz aktuell, hat sich aber Jahrelang bewährt. Eine Top Achse, die man jederzeit auf sein nächstes Setup mitnehmen kann. Ein weiterer Pluspunkt sind die Rollen. Oftmals kommt man mit den steinharten Plastikklumpen unter Günstigsetups überhaupt nicht vom Fleck und der Fahrkomfort leidet enorm. Hier zeigt sich wieder, dass Landyachtz einfach Bock hat gute Produkte zu bauen. Die Wheels sind grippig, komfortabel und schnell. Sicherlich bekommt man für mehr Geld noch bessere Fahreigenschaften, aber das ganze Konzept funktioniert und fühlt sich gut an!

Das Drop Hammer Cardinal

Beim ersten mal draufstellen fand ich die Camberkonstruktion ohne viel Flex etwas gewöhnungsbedürftig, was sich allerdings schon nach wenigen Metern gelegt hat. Camber und Concave sind super mild, was gerade von Einsteigern oftmals als angenehm empfunden wird. Das Drop Hammer lässt sich mühelos und flüssig umkanten, easy anschieben und in Slides ganz ordentlich kontrollieren. Auf Kicks an Nose und Tail hat Landyachtz verzichtet. Um ehrlich zu sein nutzen sowas in der Praxis bei einem Drop Through Brett eh nur wenige. Dafür ist das Deck schön kompakt, wodurch es zum idealen täglichen Begleiter wird. Auch eine Himmelreichtour ist mit dem Drop Hammer problemlos möglich. Ein Drop Throug Twintip zum schlanken Kurs mit ordentlichen Komponenten. Zuschlagen!

Die Chiefs

Urbaner und surfiger wirds mit den Chiefs. Die Teile sind ultrawendig und handlich. Im Grunde sind das schon Mini Cruiser mit schönen Surfqualitäten und eine grandiose Alternative zu den Penny Boards aus Plastik. Die Zielgruppe der Chiefs sind zum einen kleine Personen und Einsteiger, zum anderen große Personen die einen Mini Cruiser suchen und keine Angst haben wollen sich mit einem zu kurzen Radstand das Genick zu brechen. Beide fühlen sich mit den Chiefs in der Stadt komplett zu hause. Die kleineren nehmen das Chief dann auch noch entspannt mit auf die Himmelreichtour, die großgewachsenen nehmen das Chief da eher nur für den spontanen Ausflug. Carvt man das Chief hart fangen die Wheels erstmal schön an zu schmatzen und signalisieren so den Grenzbereich. Den sollte man mit diesem Deck nicht unbedingt verlassen, dazu gibt es bessere Alternativen. Ansonsten rollen und carven sich die Chiefs erste Sahne. Wer das flowigere Fahrgefühl von Pintails den Drop Through Brettern vorzieht kann auch bei den Chiefs getrost zuschlagen.

Das Maple Ripper

Das bestimmende Feature beim Maple Ripper ist das monströse Kicktail. Setzt man seinen Fuß in die sanfte und üppig dimensionierte Wölbung kann man garnicht mehr anders als ständig im Wheelie zu rollen. Also ich habs gefeiert! Ansonsten ist das Ripper vom Radstand her eine Spur kürzer als das Chief und damit noch wendiger. Die Standfläche ist hinten etwas breiter gehalten, womit man mehr Halt und Kantendruck hat. Eine nette Spielerei für zwischendurch!

Online erhältlich ist die Maple Freedom Series ab Mitte März 2016. Die Testbretter liegen bei uns im Laden schon bereit. Wer bock hat kann sich die Teile für eine Runde schnappen oder leihen.

Fazit: Mit der Maple Freedom Series ist Landyachtz ein grandioser Einstieg in das günstige Preissegment gelungen, ohne die eigenen Quaitätsansprüche zu umgehen. Sicherlich kann man von einem Brett dieser Preisklasse keine Wunder erwarten, dennoch sind die Bretter eine runde Sache und fühlen sich gut an. Wer mit einem dieser Bretter den Einstieg ins Longboarden findet und aufrüsten möchte tauscht einfach das Deck aus und kann die Komponenten noch ein ganzes Stück weiter verwenden. Ein fairer Deal!