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Kozakov 2015 – Event Report

Kozakov, ein Eventname den sicher die meisten Skater in ihren Anfängen schonmal irgendwo im Internet gelesen haben. Ich hatte schon lange den Traum dort eines Tages zu skaten und konnte mir diesen letztendlich schon letztes Jahr erfüllen. Da das letztjährige Event so unvergesslich Hammer war, entschied ich mich auch dieses Jahr wieder nach Tschechien zu reisen.

Als wir Montag Nacht ankamen erwarteten uns viele, lange nicht gesehene Freunde sowie ein Haufen bekannter Gesichter aus der deutschen und internationalen Szene. Das brachte trotz der hohen Anzahl an Startern direkt eine familiäre Stimmung auf den Campground.

Nachdem die durch etwas Regen nasse Strecke am Dienstag Morgen endlich getrocknet war, konnte nun endlich der erste Freeridetag beginnen. Obwohl ich duch meine letztjährige Teilnahme schon mit der Strecke vertraut war, konnte ich ein Aufkommen von leichter Nervosität vor dem ersten Run nicht unterdrücken. Diese hatte sich aber während des ersten Runs in puren Spaß verwandelt.

Banenny Löffler // Photo: Lada Nayevo

Banenny Löffler // Photo: Lada Nayevo

Der Streckenverlauf beginnt im Wald mit einem monstermäßigen Drop der dich in ein paar Sekunden auf 80km/h oder mehr katapultiert bevor man dann auf die erste Rechtskurve zukommt. Hier reicht schon ein kurzer Slide, Footbrake oder Airbrake, da man diese doch recht schnell fahren kann. Am Kurvenausgang der ersten Rechts, muss man sich schon auf die nächste Linkshaarnadel vorbereiten. Danach erwarten einen im Wald erst eine Links-, dann eine Rechtshaarnadel welche beide Gegenknicke vor sich haben. Aus dem Wald wieder raus kommt man auf die zweite lange und schnelle Gerade mit anschliessenden Rechtsknick, welchen ich mit meinem Fliegengewicht stets durchtucken konnte. Schwerere Fahrer aber, je nach Wind noch eine kleine Airbrake setzten müssen. Danach folgt das Ziel und anschließend die Bremszone. Die Straße hat meiner Meinung nach eine perfekte Breite, nicht zu schmal, nicht zu breit und einen schönen gleichmäßig glatten Asphalt.

Pan Diemer // Photo: Mery Merien

Pan Diemer // Photo: Mery Merien

Doch in Kozakov endet der Tag nicht schon nach dem Skaten. Im riesigen Partyzelt mit Bar und DJ setzte sich der Spaß fort. Es wurden von Abend zu Abend mehr Leute, lauter und verrückter… . Allerdings möchte ich darüber nicht mehr schreiben, dies sollte man sich am besten selbst erleben, es lohnt sich!
Mittwochs wurde uns bei bestem Wetterein ein weiterer Freeridetag mit spaßigen Runs gegönnt. Abends beim täglichen Ridersmeeting, bekamen wir die Transponder (Armbänder mit Chip für die Zeitmessung) um am folgenden Tag das Qualifing im Zeitfahren zu bestreiten. Hier zeigte sich wie extrem hoch und eng das Fahrerlevel war, mehrere Plätze unterschieden sich nur in hundertstel Sekunden. Ebenso wurde der Fortschritt zu letztem Jahr deutlich, da ich z.B. mit meiner Zeit letztes Jahr wahrscheinlich ins A-Bracket (später mehr zu den Brackets) gefahren wäre, es aber nur ans Ende des B-Brackets schaffte. Die Hawgs-Teamrider Quirin „Qui“ Ilmer mit dem 8. Platz und Pan Diemer mit dem 29. Platz konnten bei den schnellsten der schnellsten mitmischen.

Cristina Verdu // Photo: Tomáš Teglý

Cristina Verdu // Photo: Tomáš Teglý

Nach dem Qualifing wurden die 184 schnellsten Fahrerinnen und Fahrer in 3 Brackets (60-60-64) aufegteilt. Dann wurde am Freitag mit dem letzten Drittel angefangen und im KO-System die 4 schnellsten ermittelt, welche so ins nächste Drittel rutschen konnten. Dort wurden ebenfalls wieder in 4-Mann-Heats die 4 Finalisten für das A-Bracket ermittelt. Dadurch haben die meisten Fahrer Chancen auf einige Raceruns. Das schöne am Rennen fahren auf dieser Strecke ist, dass es so viele Möglichkeiten gibt die Kurven anzubremsen. So gabt es des öfteren taktische und verrückte Konstellationen aus Slidern, Footbrakern oder Airbrakern welche die Gegenknicke und/oder Kurven auf ihre jeweilige Art anbremsten.

Photo: Lada Nayevo

Photo: Lada Nayevo

Samstag am finalen Tag stand das A-Bracket der Open-Class sowie der Damen, Junioren, Buttboarder und Streetluger an. Aufgrund eines kurzen Schauers wurde die Strecke jedoch, um ihre bei nässe extrem gefährlichen Speed-Parts, gekürzt. Dies veränderte die komplette Strecke, da sie in kürze wieder trocken war. Die Heats wurden in allen Klassen gleichzeitig ausgefahren, sprich es kamen nacheinender alle Viertelfinals, Halbfinals, etc. aller Klassen was es für die riesige Anzahl an Zuschauern sehr ansehbar machte. Nachdem ich in den Junioren im Viertelfinale ausschied, freute ich mich darauf die spannenden und supertighten Raceheats aus einer Kurve zu verfolgen und die Fahrer anzufeuern. Doch was wäre Kozakov ohne seinen bekannten Regen?

Nicola Nuehrig, Quirin Ilmer // Photo: CGSA Downhill

Nicola Nuehrig, Quirin Ilmer // Photo: CGSA Downhill

Pünktlich zu den Halbfinals setzte ein starker Regenschauer und Wind ein. Als die Streckenposten die Strecke wieder hergerichtet und die Fahrer Regenrollen aufgezogen hatten, konnte das Rennen zu Ende gefahren werden. Eine kleine Sensation war der stets gut gelaunte österreicher Nicola Nuehrig, welcher bis ins Finale der Open Class fahren konnte. Leider rutschte er aus der nassen letzten Kurve in der Jimmy Riha, Byron Essert und Carlos Paixoa vorbeiziehen konnten. Auch Pan Diemer hatte im Junioren-Finale mit dem Regen zu kämpfen und schloss mit dem 4. Platz ab. Allerdings darf man hier beiden nochmal zu ihrer grandiosen Leistung gratulieren.

Byron Essert. Jimmy Riha, Carlos Paixoa // Photo: Tomáš Teglý

Byron Essert. Jimmy Riha, Carlos Paixoa //Photo: Tomáš Teglý

Hier die Ergebnisse des Rennens:

OPEN:
1 Jimmy Riha
2 Byron Essert
3 Carlos Paixoa
4 Nicola Nuehrig

WOMEN:
1 Emiliy Pross
2 Marie Bougourd – Spoky Woky
3 Lyde Begue

JUNIORS:
1 Alex Charleson
2 Jorund Bratset
3 Vasek Cvancara
4 Pan Diemer (DEU)

STREET LUGE:
1 Mikel Echegaray
2 Kolby Parks
3 Abdil Mahdzan

CLASSIC LUGE:
1 Mikel Echegaray
2 Javie Serano Molina
3 Gerrit Geiger (DEU)

Abends nach der Siegerehrung konnte die finale Party ihren Lauf nehmen. Aufgrund von hunderten tschechischen Besuchern, die aus dem ganzen Land angereist waren um mit uns zu feiern, wurde ein kleines Zelt extra für Fahrer eröffnet. Dort fand man im Vergleich zum großen Zelt direkt ein paar bekannte Gesichter sowie Freibier und gratis Essen. Was will man mehr?!

Sonntag Morgen konnte nach dem Packen und verabschieden, müde die Heimreise angetreten werden.

Alles in allem kann ich sagen eines der besten Events auf dem ich je war. Hier stimmt einfach alles, die Orga, das Essen, die Atmosphäre und zu guter letzt die unglaubliche Strecke. Bis hoffentlich nächstes Jahr!

 

Bericht: Christopher Ehret

Photo: Tomáš Teglý

Photo: Tomáš Teglý