Landyachtz Outlet // Hackbrett Fabrikverkauf

Hackbrett „Das Schnelle“ 3.0 // Shapers Note

 

Das erste Schnelle war ein Custom Projekt für David Papaux im Jahre 2006. David wollte eine reinrassige Downhill Planke in der Art des Rayne Avenger. Das Brett wurde umgesetzt und David hatte bei der Übergabe ein fettes Grinsen im Gesicht.

Wann das Schnelle in Serie ging kann ich nicht mehr wirklich sagen. 2010 bin ich damit durch die Bobbahn in Altenberg gesurft und Tom Damann hat mit der Twin Tip Variante, dem Speed Weed experimentiert. Wirklich viele gab es nie davon und auch Version 2.0 des Schnellen war nur Fahrern mit großen Füßen bzw. einer Vorliebe für große Bretter vorbehalten. Das eigentliche Potential des Bretts kam erst mit der Entwicklung des Baguettes für Olivier Gires und einem Experiment mit der Outline des Schnellen für Kim Lange zu Tage. Unter dem Codenamen „Moped“ sind ein paar Protos an Teamfahrern rausgegangen und damit kam auch eine rege Nachfrage nach einer kompletten Umsetzung dieses Bretts bei mir an.

Im Grunde ist das Schnelle 3.0 ein Baguette, nur sind Drop und Fender etwas zurück gezogen, damit es sich mit dem Winger (Oldschool-Sprech für einen angedeuteten Cutout) der Outline ausgeht. Winger sind extrem sexy. Um ehrlich zu sein so sexy, dass ich das Baguette noch nie wirklich schnell gefahren bin weil mir persönlich das Brick-Shape nicht taugt. Geschmacksache. Das Baguette habe ich quasi im Blindflug für Olivier nach seinen Vorgaben entwickelt. Da kam auch viel gutes Feedback über das Brett zurück und ich war mir sicher damit genau ins schwarze getroffen zu haben. Nur eben mit dem Shape ging es vielen so wie mir und so war es diesen Sommer an der Zeit den Blindflug fortzusetzen und das Schnelle 3.0 mit dem Baguette zu kreuzen.

IMG_3146

Und genau wie bei dem Baguette kam so viel überwältigendes Feedback von den Teamfahrern, dass das Schnelle 3.0 die Serienfreigabe hatte bevor ich das Brett überhaupt selbst gefahren bin. Ein spannendes Experiment. Erst hat man jede Menge Zeit auf dem Brett und träumt von einer eigenen Brettschmiede, hat aber kein Equipment um all seine Ideen umzusetzen. Dann hat man das ganze Equipment und verbringt jede Menge Zeit damit um seine Ideen umzusetzen, aber keine Zeit mehr für die Zeit auf dem Brett. Könnte schlimmer kommen und so hat es dann auch irgendwann mal geklappt mit der Probefahrt. Der Moment in dem beides zusammenkommt und es sich zeigt ob man Luftschlösser baut oder mit den Dingen in Kontakt steht.

Der erste Run für mich auf dem Schnellen 3.0 war ein 70er ohne große Kurven. Brett, Halbschale und die Gelegentheit, mehr hatte ich nicht im Gepäck. Man lässt es extrem chillig angehen und ist sensibilisiert für jedes kleine zuckeln im Fahrwerk. Von der Straße strömt Ruhe in mich ein, mein Körper macht sich wie von selbst klein und stromlinienförmig. Chillig angehen lassen. Aufmachen, Carven. Jeder kleinste Kantendruck setzt sich sofort um. Interessant! Mein Weg führt mich weiter und es vergehen wieder ein paar Tage. Dieses Mal habe ich mehr Schutzausrüstung und 14% Gefälle zur Verfügung. Ich ziehs mir voll rein. Das neue Deck, meine Downhill Heimat und frische Biggies in 78a. Ein paar Runs später packe ich meinen Kram in den Hai und spüre tiefe Zufriedenheit. Es ist alles so wie es sein soll. Das Deck liegt ruhig wie eine Flunder auf der Straße und schmiegt sich einem unter die Füße. Schon allein die Idee eines Fahrmanövers setzt sich spontan und 1:1 in ein Fahrmanöver um. Direkte Kraftübertragung, volle Kontrolle. Wenn ich in meiner aktiven Zeit ein solches Deck unter den Füßen gehabt hätte zum Rennen fahren hätte ich durchgedreht. Das dürft ihr jetzt damit tun. Das Schnelle 3.0 ist eine reinrassige Rennsemmel geworden mit allem was ein modernes Downhill Deck braucht. Ich hätte mich nicht mehr freuen können, als Jakob Raab zu mir sagte: „Die erste Fahrt auf dem Deck war wie nach hause kommen“. Nur über meine erste Fahrt auf dem Brett habe ich mich vielleicht noch etwas mehr gefreut.

IMG_4503

Kommentar verfassen